Von Malte Persike November 24, 2025
Hochschulen benötigen für Forschung, Lehre und Verwaltung Zugang zu souveräner KI-Infrastruktur. Da Aufbau und Betrieb ressourcenintensiv sind, machen hochschulübergreifende Lösungen Sinn. Ein Vorschlag aus NRW wird in einem neuen Impulspapier thematisiert.
Welche Merkmale müsste eine solche KI-Grundversorgung aufweisen, welche Leistungen und Funktionen abdecken? Und sollte die Bereitstellung bundesweit zentral durch einen einzigen Anbieter erfolgen oder besser dezentral verteilt in einer gemeinsamen Verbundstruktur? Diesen Fragen geht das neue Impulspapier „KI-Grundversorgung als Verbundaufgabe – Ein Beitrag aus NRW zur Diskussion über monozentrale vs. verteilte KI-Infrastruktur für Hochschulen“ nach.
Zum Blogbeitrag beim Projekt KI:edu.nrw: KI-Grundversorgung als Verbundaufgabe
Das Impulspapier ist als [https://www.dh.nrw/fileadmin/user_upload/dh-nrw/pdf_word_Dokumente/2025-11-24_DHNRW_KI-Grundversorgung_fuer_Hochschulen_als_Verbundaufgabe.pdf](Download auf den Webseiten der DH.NRW) verfügbar.
Risikostreuung, Sicherheit, Vielfalt und Leistungsfähigkeit – Gute Gründe für eine verteilte Verbundstruktur
Das Impulspapier greift den laufenden Diskurs um eine KI-Grundversorgung für Hochschulen auf und fokussiert die Frage nach digital souveräner Infrastruktur für Inferenz und Training. Ausgehend von vorliegenden Positionspapieren werden Anforderungen an eine KI-Grundversorgung für Hochschulen in Deutschland beschrieben. Im Mittelpunkt steht die Diskussion, ob eine solche Grundversorgung durch einen einzigen Anbieter (= monozentraler Ansatz) oder ein Netzwerk miteinander kooperierender Provider (= verteilter Ansatz) erbracht werden sollte.
Als Ergebnis dieser Diskussion empfiehlt das Papier eine Verbundlösung, da diese heterogenen Anforderungen besser gerecht werden kann und zudem u.a. mit Blick auf die Ausfallsicherheit in diesem kritischen Infrastrukturbereich robuster ist. Abschließend werden nächste Schritte auf dem Weg zur Umsetzung vorgeschlagen.
Mehr zum Impulspapier
Am Papier mitgewirkt haben Martin Bovermann, Patrick Holz, Dr. Martin Jungwirth, Jonas Leschke, Prof. Dr. Matthias S. Müller, Prof. Dr. Malte Persike, Dr. Peter Salden, Dr. Christian Terboven, Tim Trappen und Prof. Dr. Stefan Wesner. Die beteiligten Autoren kommen aus unterschiedlichen institutionellen Kontexten und Projekten rund um Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung in NRW: DH.nrw, HPC.nrw, KI:connect.nrw, Open Source-KI.nrw und KI:edu.nrw.